Samstag, 2. Juli 2011

Woche 1 - Tag 2

Am zweiten Tag meines Praktikums stieg ich schon richtig in das Geschehen ein.
Zuerst lernte ich aber Frau B. kennen. Sie hielt sich am Montag nicht im Büro auf, da sie ihren Geburtstag feierte und laut Aussage meines Chefs erhält jeder Mitarbeiter an seinem Geburtstag einen freien Tag! Frau B. ist Bauzeichnerin und erstellt somit die Baupläne, inzwischen duzen wir uns auch.

Kaum war der Chef da, ging es dann aber auch schon los. Wir sprangen ins Auto und fuhren nach Gaildorf zum Schloss. Es handelte sich um ein Treffen zwischen Denkmalamt, Bauleiter, Statiker (etc.) zur Besprechung von weiteren Restaurationsmaßnahmen und einer Begehung des Schlosses zu diesem Zwecke. Für mich war es sehr spannend, dem beiwohnen zu dürfen.

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Hier ein Blick auf das Schloss von dem Innenhof aus.

Und ein Details von den Wandbemalungen:

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Als nächstes fuhren wir dann zum ehemaligen Siechen- und Armenhaus, das ebenfalls noch zu Gaildorf gehört. Dieser Fachwerkbau, welcher zu Anfang kaum mehr "auf den eigenen Beinen" stehen konnte, wurde von meinem Chef aufgekauft und immer wenn er einmal Freizeit findet, arbeitet er seitdem an diesem. Nach der Fertigstellung soll unter anderem sein Büro dort sein neues Zuhause finden.
Die Restaurierungsarbeiten sind schon weit fortgeschritten, dennoch gibt es noch eine Menge zu tun. So war die Begehung dieses Hauses besonders interessant für mich, denn Herr S. konnte mir unheimlich viel erzählen.
Zum Beispiel habe ich gelernt, dass die Tür zur Stube so niedrig gehalten wurde, damit man beim Betreten eine kleine Verbeugung machen musste. Unter anderem in Bayern ist es beispielsweise verbreitet, ein Jesuskreuz in der Stube an der Wand hängen zu haben. So verbeugte man sich nicht nur vor dem Herrn des Hauses..

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Nicht nur die "neue" Dachdeckung erhielt das Haus dank des Sammelsuriums des Chefs aus alten Bauteilen, die er im Laufe der Jahre anhäufen konnte. Im Prinzip könnte er zu jedem Biberschwanz etwas sagen, wenn es denn nicht mehrere tausend wären und uns die Zeit dafür fehlt. Erst jetzt wird mir deutlich bewusst, wie erfahren dieser Fachpraktiker ist und was diese Erfahrung bedeutet..

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Woche 1 - Tag 1

Die erste Woche neigt sich also dem Ende zu und viele Eindrücke und neues Wissen wollen verarbeitet werden!
Fangen wir doch mal am Anfang an: Wie ich es wohl gefühlt schon tausend Mal aussprach: Schwäbisch Hall ist wunderschön!

Doch zuerst soll etwas über Bühlertann geschrieben werden. Das Städtchen liegt knapp 18 km von Schwäbisch Hall entfernt, wo sich meine Praktikumsstelle befindet, und ist mit 3.088 Einwohnern wirklich sehr beschaulich.
Dort wohnen meine Gastgeber, drei Katzen und ich für einen Monat in einem Neubaugebiet. Wir fanden uns über couchsurfing.de und haben uns auf Anhieb gut verstanden!
Es lebt sich hier sehr angenehm, mit den Katzen habe ich mich auch schon angefreundet. (: (Allerdings habe ich teilweise noch ein wenig Schwierigkeiten mit diesen Hightech-Haushaltsgeräten. Wie zur Hölle funktionieren diese Herdplatten?!)

Morgens muss ich um 05:30 aufstehen, um frisch geduscht auf dem Haus spazieren zu können, um meine Bushaltestelle zu erreichen und von dort aus gut 30 Minuten zum ZOB in Schwäbisch Hall gefahren zu werden und schließlich zu Fuß das Büro am Hall zu erreichen. Die Strecke ist wirklich sehr angenehm, wenn das Wetter nicht so erbarmungslos heiß ist!

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(<- Der ZOB in Schwäbisch Hall)

Tag 1:
Der offizielle Beginn des Praktikums war der 27.06.2011 und an diesem Tag startete ich auch. Jedoch musste ich erst um 13:00 antanzen, da mein "Chef" einen Arzttermin einhalten musste, aber das war gar nicht so übel, denn auf diese Weise konnte ich mir ein wenig die nähere Umgebung des Büros ansehen! Hier ein paar Eindrücke:

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Der Weg vom ZOB aus in die Stadt. Durch den Torbogen erreicht man eine kleine Straße, die mit allerhand Cafés und kleinen Geschäften ausgestattet ist. Zur Linken des Torbogens, wenn man noch vor ihm steht, ist dieses tolle Wohngebäude zu sehen, das zum einen Teil aus Mauerwerk und zum anderen aus Fachwerk besteht (linkes Bild). Diese Mischung ist in Schwäbisch Hall oft zu bewundern, auch bei den Türmen (rechtes Bild). Das aufgesetzte Fachwerk kommt durch eine Umnutzung der Türme, als später jemand dort wohnen sollte.

100_2256klein Hier ein Teil oben genannten Gässchens. Bisher habe ich am Sonntag nur ein Eiscafé mit meinen Eltern besucht, vielleicht werde ich im Laufe der kurzen Zeit mir noch ein paar mehr ansehen. Wie man sehen kann, ist der Innenkern der Stadt hauptsächlich durch Fachwerkhäuschen geprägt, soweit ich das schon beurteilen kann. Aber es gibt auch noch weitere "Highlights", von denen ich im Laufe dieses Beitrages etwas zeigen möchte. (Es ist doch verrückt, dass mir bisher nur die Bausparkasse "Schwäbisch Hall" bekannt war.. (; )

100_2212klein Mein Weg führt weiter in die Richtung der Kirche St.
Michael, bis dahin gibt es noch vieles zu sehen, ein
Blick sei euch noch gezeigt:

Wird dann die Kirche St. Michael erreicht, kann man sich folgenden Blick auf sie gönnen: 100_2275klein

Momentan werden in Schwäbisch Hall die Freilichtspiele 2011 veranstaltet, dabei werden Theaterstücke vorgespielt und ein Teil von ihnen auf der großen Treppe vor der Kirche. Daher kann es passieren, dass man die Schauspieler morgens beim Proben beobachten kann. (http://www.freilichtspiele-hall.de/de/)

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Aber auch ohne Proben gibt es auf dem Kirchplatz eine Menge zu sehen.

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Von diesem Platz aus weiter kann das Büro über weitere verschlungene Gassen erreicht werden.


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An meinem Praktikumsplatz vorbei lässt sich ein kleiner Park erreichen. 100_2299klein






Von diesem aus hat man einen fantastischen Ausblick.. 100_2297klein100_2290klein100_2289klein






Nun ja. Nach diesem kleinen "Ausflug" ging es schließlich irgendwann auf die 13:00 zu. Mit klopfendem Herzen machte ich mich also auf zum Büro, wo ich dann endlich meinem Chef begegnete und verwundert feststellte, dass ich ihn gar nicht mehr wiedererkennen konnte. Später wurde mir dann klar, dass er auf der Denkmalmesse in Leipzig - wo wir uns zum ersten Mal kennenlernten - noch einen Schnurrbart trug. (;
Zuerst quatschten wir ein wenig allgemein über die bevorstehende Praktikumszeit, über seine und über meine Vorstellungen. Glücklicherweise waren sich diese doch sehr ähnlich. So spielte sich der erste Tag sehr ruhig ab, ich bekam ein Buch über Fachwerkhäuser in und um das Jagsttal herum in die Hand gedrückt und blieb auch nicht mehr lange im Büro.

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